600.000 Euro für den Aktionsplan Inklusion

Württembergische Landessynode stärkt erfolgreiche Aktivitäten in Kirche und Diakonie

Stuttgart/Ulm, 6. Juli 2018. Die 15. Württembergische Evangelische Landessynode hat für den Aktionsplan Inklusion weitere 600.000 Euro beschlossen. Der Aktionsplan will Kirchengemeinden, kirchliche Werke und diakonische Einrichtungen darin bestärken, die Inklusion von Menschen mit eingeschränkten Teilhabemöglichkeiten systematisch zu fördern und vor Ort konkrete Schritte umzusetzen. „Inklusion ist nicht etwas, was wir als Kirche auch noch machen, sondern was uns ausmacht“, so Landesbischof Dr. h. c. Frank Otfried July.

Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, sagte in seinem Bericht: „Mit dem Aktionsplan Inklusion setzen wir uns auch für die soziale Inklusion ein, das heißt, dass sich auch aus der Kraft des Evangeliums heraus Haltungen verändern gegenüber allen Menschen, mit denen es oft wenig Berührung gibt. Wir freuen uns, dass wir durch das zätzliche Geld weitere Projekte unterstützen und Inklusion gemeinsam gestalten können.“ Die Stelle eines FSJ-lers zum Angebot gemeinsamer Aktivitäten von Kindern mit und ohne Behinderungen ist ebenso unter den geförderten Anträgen wie ein Bibel- und Sinnesgarten oder ein Haus mit diakonischen Angeboten und Aktivitäten für alle Menschen am Ort.

Von den bisherigen 1,5 Millionen Euro des Fonds sind seit Start des Aktionsplans im Jahr 2016 bereits 1.124.000 Euro ausgeschüttet, die durch viele dreijährige Projekte bis ins Jahr 2020 wirksam sind. Gefördert werden bislang 93 Projekte, davon

  • 60 Kleinprojekte mit bis zu 2.000 Euro,
  • 11 Projekte bis 20.000 Euro
  • 22 Projekte bis 60.000 Euro.

Weitere 15 Anträge sind noch in der Bearbeitung, wofür die aktuellen Fondsmittel nicht ausreichen würden. Im Fokus des Aktionsplans Inklusion stehen vor allem Menschen mit Behinderungen, Flüchtlinge und Migranten, aber auch ältere und kranke Menschen, Familien sowie einsame und arbeitslose Menschen.

Vorstellung und Zwischenbilanz Aktionsplan durch Oberkirchenrat Dieter Kaufmann

 

„Dank der mobilen Induktionsschleife verstehe ich die Predigt endlich wieder“

Kirchenpflegerin und Vorsitzende des Kirchengemeinderats Zwerenberg probieren Induktionsschleife aus

In der evangelischen Kirchengemeinde Zwerenberg können die Besucher dank Unterstützung des „Fonds Inklusion leben“ den Gottesdienst wieder besser verfolgen

Bereits an der Eingangstür wird es sichtbar: die evangelische Kirchengemeinde Zwerenberg bietet Menschen mit Hörproblemen, egal ob durch Krankheit oder Alter, eine mobile Induktionsschleife. Damit können sie ihr Hörgerät auf einen passenden Kanal einstellen und so das Geschehen gut verfolgen, weil alles, was in die Mikrofone gesprochen wird, direkt auf das eigene Hörgerät geleitet wird. „Jetzt verstehe ich die Predigt endlich wieder. Bisher habe ich immer nur Bruchstücke verstanden“, freut sich einer der Gottesdienstbesucher. „Deutlich und klar kommen die Worte nun auf das Ohr. Es ist eine prima Sache, schön, dass es das nun gibt!“, freut sich ein andere Gemeindemitglied.  Artikel weiterlesen „„Dank der mobilen Induktionsschleife verstehe ich die Predigt endlich wieder““

Mariaberger feiern Partnerschaft mit Kirchengemeinde Neuweiler

Blick ins Publikum beim Mariaberger Tag 2017

Der 41. Mariaberger Tag fand in Neuweiler mit einigen Neuerungen statt

„Nicht über Inklusion reden – machen!“, bekräftigte Bürgermeister Wolfgang Lahl zur Begrüßung beim Mariaberger Tag in Neuweiler am Sonntag, den 31. Oktober 2017. Menschen mit und ohne Behinderungen feierten bereits zum 41. Mal die Partnerschaft mit der diakonischen Einrichtung auf der Alb. Dabei war die Halle voll wie selten zuvor und erst einige zusätzlich herbeigeschaffte Stühle und Tische stellten sicher, dass auch wirklich alle einen Sitzplatz fanden. Bei der Vorbereitung war das Team vom Aktionsplan „Inklusion leben“ begleitet und beraten worden.

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Wahrer Reichtum ist: unbehindert miteinander Gottesdienst feiern

Bei zwei Gottesdiensten in Leonberg zeigen Menschen mit und ohne Behinderungen, was „reich sein“ für sie heißt

„Reiten, Ohrringe, Handy. Die Liebe zu den Tieren. Dass es meiner Familie gut geht. Dass ich schöne Ausflüge machen kann und mit allen gut klar komme. Dass ich jeden Tag malen darf“. Das sind einige der Dinge und Aktivitäten, die die von „Atrio“ Leonberg betreuten Menschen reich machen. Voller Überzeugung präsentierten sie dies bei zwei inklusiven Gottesdiensten in den evangelischen Kirchengemeinden Leonberg-Ramtel und Leonberg-Blosenberg. Die Predigt hielt Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg zum Thema „Wahrer Reichtum – was das Leben ausmacht: ewiges Leben und Reich Gottes“.

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Im Gemeindehaus Mergelstetten wachsen Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam auf

Kita-Kooperation Mergelstetten Auftaktgottesdienst und Fest 8. Oktober 2017

In Mergelstetten wachsen im evangelischen Gemeindehaus Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam auf / Förderung durch den Fonds „Inklusion leben“

Jetzt sind sie ins Gemeindehauses der evangelischen Kirchengemeinde Mergelstetten eingezogen: sechs sehbehinderte und blinde Kinder des Schulkindergartens der „Nikolauspflege“. Stück für Stück sollen sie zusammenwachsen mit den Kindern der Kindertagesstätte „Pusteblume“ in den Räumen über ihnen. Seit Mitte September ist Melih Cerit während seines freiwilligen sozialen Jahrs (FSJ) die Brücke zwischen den Kindern mit und ohne Behinderung. Bezahlt wird er mit Geldern des Fonds „Inklusion leben“ von Evangelischer Landeskirche und ihrer Diakonie. Im Rahmen eines „Tags der Begegnung“ übergab Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Württemberg am Sonntag, 8. Oktober 2017 einen Scheck an die Kirchengemeinde.

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