Partner diskutieren Inklusions-Aktionsplan der Landeskirche

Rainer Scheufele moderiert Erfahrungsaustausch bei der Offenen Behindertenarbeit in Insy

Die Offene Behindertenarbeit Isny (OBA) hatte ihre Kooperationspartner, die Evangelische Kirchengemeinde, das Stephanuswerk und weitere kirchlich-diakonische Einrichtungen und Dienste der Stadt zu einem Runden Tisch ins Paul-Fagius-Hauses eingeladen. Anlass war der Aktionsplan „Inklusion leben“ der Evangelischen Landeskirche Württemberg und ihrer Diakonie, bei dessen Vorstellung Landesbischof Frank Gotfried July betont hatte: „Inklusion wird in Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen vielfach gelebt. Wir können es jedoch noch systematischer und bewusster tun.“ 

Teilnehmer an dem Treffen in der Gotischen Halle waren Direktor Rolf Jehle und Johannes Katein vom Stephanuswerk respektive der Evangelischen Heimstiftung, Hausdirektorin Katrin Hofmann und Regionaldirektorin Ruth Schumann, Haus Sonnenhalde und Heimstiftung, Katharina Wippich-Bernhard vom Diakonischen Werk in Ravensburg, die OBA-Vorstände Otto Ziegler und Bernd Alber, Beate Meyer, Leiterin des Nikolaikinderhauses sowie Pfarrer Dietrich Oehring von der Evangelischen Kirchengemeinde Isny.

Letzterer erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass „die Gotische Halle in ihrer langen Geschichte schon immer ein Ort für Menschen war, die hilfs- und schutzbedürftig waren“. So sei sie „auch ein symbolträchtiger Ort für dieses gemeinsame Treffen, wo es vorrangig um die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen in der Gemeinschaft geht“, sagte Oehring laut einer OBA-Mitteilung.

Portrait Rainer Scheufele
Portrait Rainer Scheufele

Rainer Scheufele, Referent für Inklusion und diakonische Gemeindeentwicklung im Diakonischen Werk Württemberg, weitete das Inklusionsverständnis über das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung auf alle Menschen aus, die etwa durch Langzeitarbeitslosigkeit, Armut, Krankheit, Migrationshintergründe und anderes nicht gleichberechtigt teilhaben können am gesellschaftlichen Leben.

Beim gemeinsamen Erfahrungsaustausch über inklusivbewegte Aktivitäten wurde laut OBA deutlich, wie vielfältig die Bemühungen sind. „Aber bei unseren öffentlichen Festen und Feiern sollten die Rahmenbedingungen noch bewusster so gestaltet werden, dass niemand ausgegrenzt wird, beispielsweise anstelle von teils hohen Eintrittsgeldern auf Einnahmen auf Spendenbasis umzusteigen“, schreibt die OBA. Auch der fehlende, bezahlbare, barrierefreie Wohnraum in Isny war ein Thema.

Rainer Scheufele habe in seinem Schlusswort für die vielen „inklusiven Einblicke“ gedankt, die er bereits am Vormittag in Isny bei einem Besuch im Stephanuswerk und in der Kaffeebohne gewonnen hatte. Er habe alle Anwesenden ermutigt, auch für kleine inklusive Projekte die finanzielle Förderung aus dem Fonds „Inklusion leben“ der Evangelischen Landeskirche in Anspruch zu nehmen. (Der Beitrag erschien in der Schwäbischen Zeitung vom 27. April 2017. Einstellung in den Online-Bereich des Aktionsplans erfolgt mit freundlicher Genehmigung).

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