Und dennoch …! Umgang mit dem Verlust von persönlicher Autonomie bei Sehbehinderung oder Blindheit

Fachtag Autonomie Evangelischer Sehbehindertendienst Württemberg

Hohes Interesse am Fachtag des Evangelischen Blinden- und Sebhehindertendienstes am 7. April 2017 im Stuttgarter Hospitalhof

„Es braucht Sorgestrukturen, die es Menschen möglich machen, Hilfe anzunehmen, ohne dabei gleich die eigene Autonomie zu verlieren. Nur so ist es möglich, in Grenzsituationen wachsen zu können“. Dies machte der Heidelberger Alterswissenschaftler Prof. Dr. Andreas Kruse beim Fachtag deutlich. So sei es eine große Leistung der menschlichen Psyche, „Verletzlichkeit und Reife miteinander zu verbinden“. Allerdings gelingt dies nach den Worten des Hochschullehrers nur dann, „wenn wir miteinander in Sorge und in Beziehung stehen“. Kruse appellierte an die rund 150 Teilnehmenden: „Tun Sie alles, was Sie können für Ihre Sorgebeziehungen“. Denn das Gefühl des Dazu-Gehörens und die Verbundenheit ist nach seiner Erfahrung „eine wichtige Ressource, um gut mit Krisen umgehen zu können“. Er selbst halte eine „gute soziale Aktivität“, die den Menschen auch wirklich erricht, für die Entwicklung des ganzen Menschen für höchst bedeutsam.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht über die Veranstaltung in der pdf: Beitrag Fachtag Automomie

Eine neue, verändernde Sicht auf Menschen mit so genannten geistigen Behinderungen

Buchrezension: Heppenheimer, Hans (Hg.): Menschen mit Behinderungen verändern die Welt: Über emotionale Kompetenz und gesellschaftliche Inklusion. 2. Aufl., Sigmaringen: Inklusions-Verlag 2016, 205 Seiten, gebunden, 19,90 €. ISBN-Nr. 978-3-981728-02-6

„Dieses auch ästhetisch besonders ansprechende Buch öffnet eine neue, verändernde Sicht auf Menschen mit einer sogenannten geistigen Behinderung (m.s.g.B.). Statt des defizitären Blicks auf Förder- oder Therapiebedarf zeigen Herausgeber samt elf Mitautoren*innen auf berührende Weise, welche Potentiale diese Menschen in ganz unterschiedliche Lebensbereiche einbringen und dadurch die Welt im Sinne der Inklusion verändern. Die Grundthese des Buches ist, dass Menschen m.s.g.B. eine emotionale Kompetenz besitzen, die sie als ihre Begabung in unsere Gesellschaft einbringen können. Diese für die menschliche Gemeinschaft so wichtige Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle zu spüren, bereichert unsere  Gesellschaft und erhöht die Wertschätzung dieser Personengruppe. Artikel weiterlesen „Eine neue, verändernde Sicht auf Menschen mit so genannten geistigen Behinderungen“

„Inklusive Tischgespräche“ bei Kirchenbezirkssynode in Reutlingen

Schwerpunkt Bezirkssynode Inklusion Reutlingen

Volles Haus bei der Synode des Evangelischen Kirchenbezirks Reutlingen: An 12 Tischen erfuhren die Synodalen aus erster Hand, welch unterschiedliche Aspekte Inklusion für Kirchengemeinden hat und wie wichtig das Zusammenspiel von Kirche und Diakonie ist. „Dass Suchtberatung für ältere Menschen auch mit Inklusion zu tun hat, war mir bis heute Abend neu“, zeigte sich etwa eine Pfarrerin erstaunt. Und erfuhr, dass gelebte Inklusion in diesem Bereich auch bedeuten kann, dass Angehörige sich trauen, offen über ihre Situation zu sprechen, weil sie darauf vertrauen können, dass das für andere ok ist. Einblicke in eine Bezirkssynode mit dem  Schwerpunktthema „Inklusion“.  Artikel weiterlesen „„Inklusive Tischgespräche“ bei Kirchenbezirkssynode in Reutlingen“

Für ein Reformationsfestival ohne Barrieren

Bild Prüfgruppe Barrierefreiheit Reformationsfestival

Am 23. und 24. September findet auf dem Schlossplatz Stuttgart unter dem Motto „…da ist Freiheit – 500 Jahre Reformation“ » das zentrale Fest der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu 500 Jahren Reformation statt. Das ökumenische Festival wird zwei Tage lang open air auf dem Stuttgarter Schlossplatz gefeiert. Dieser Tage haben Menschen mit Behinderungen im Rahmen des landeskirchlichen Aktionsplans „Inklusion leben“ einen ersten kritischen Blick auf mögliche Barrieren geworfen und praktisch das open-Air-Gelände „erfahren und erlaufen“.  Artikel weiterlesen „Für ein Reformationsfestival ohne Barrieren“

Projekt Wohnmobil beim „Tag der Offenen Baustelle“ in Salem

Tag der Offenen Baustelle Diakonie Pfingstweid in Salem

Am Samstag, 18. März 2017 hat die Diakonie Pfingstweid ihr neues Wohngebäude in Salem-Mimmenhausen im Rahmen eines „Tags der Offenen Baustelle“ einer breiten Bevölkerung vorgestellt. Die Diakonie Württemberg hat sich bei der „Walking Galerie“ mit dem Projekt „Wohnmobil“ (gefördert durch das Programm „Impulse Inklusion“ engagiert und dabei deutlich gemacht, wie wichtig selbstbestimmtes Wohnen für gelingende Inklusion vor Ort ist. Artikel weiterlesen „Projekt Wohnmobil beim „Tag der Offenen Baustelle“ in Salem“