Gottesdienst-Übersetzung in Gebärdensprache für drei Jahre gesichert

Scheckübergabe Zieglersche Stunde des Höchsten

Am Samstag, 24. Februar 2018, überreichte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Württemberg, einen Scheck in Höhe von 60.000 Euro an die Zieglerschen für das Dolmetschen des Fernsehgottesdienstes „Stunde des Höchsten“. Damit fördert die Landeskirche mit ihrem Fonds „Inklusion leben“ ein zukunftsweisendes inklusives Medienprojekt der Zieglerschen bezüglich Barrierefreiheit. Zudem wurde die Kapelle auf dem Höchsten nach umfassender Renovierung mit einem festlichen Gottesdienst mit mehr als 100 Besuchern wieder eingeweiht.

Vor 30 Jahren unter anderem durch Spenden ehemaliger Patientinnen der Suchthilfe der Zieglerschen gebaut, sei die Sanierung der Kapelle notwendig geworden, sagte Gottfried Heinzmann, fachlich-theologischer Vorstand der Zieglerschen. 80.000 Euro – ebenfalls aus Spenden – flossen in die Renovierung. „Ich danke allen, die ihre Verbundenheit zu diesem Ort zum Ausdruck gebracht haben.“ Die Kapelle als Ort zum Innehalten und Durchatmen sei heute wichtiger denn je, gratulierte Bürgermeister Fabian Meschenmoser im Namen der Gemeinde Deggenhausertal.

In seiner Predigt (Download:Predigt Dieter Kaufmann bei Scheckübergabe Stunde des Höchsten) erzählte Dieter Kaufmann von Max, einem Jungen mit Down-Syndrom. Bei einem Krippenspiel wollte er den Heiligen Geist spielen, eine Rolle, die eigentlich gar nicht vorgesehen sei. „Der Heilige Geist ist einfach da“, begründete Max seinen Wunsch. Genau darum gehe es auf dem Höchsten und auch im Leben. „In dieser Kapelle haben schon viele Menschen nach Wegen aus der Sucht gesucht“, weiß Kaufmann. „Hier dürfen sie einfach da sein.“

60.000 Euro für „Stunde des Höchsten“
Auch Pfarrer Heiko Bräuning freut sich, dass sich Gottes Gegenwart wieder in der Kapelle erleben lässt. Gehörlose aus ganz Deutschland feiern jede Woche den Gottesdienst „Stunde des Höchsten“ am Fernsehgerät oder im Internet mit. „60.000 Euro aus dem Inklusionsfonds der Württembergischen Landeskirche stellen die Übersetzung in deutsche Gebärdensprache drei Jahre lang sicher“, sagte Dieter Kaufmann und unterstrich die Bedeutung von Teilhabe für alle Menschen. Gottfried Heinzmann dankte für das wichtige Zeichen des Diakonischen Werks: „Diese Kosten könnten wir nicht allein tragen.“

Unser Bild (von links): Pfarrer Heiko Bräuning und Pfarrer Gottfried Heinzmann (Zieglersche) und Oberkirchenrat Dieter Kaufmann präsentieren einen Scheck über 60.000 Euro.

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