Mariaberger feiern Partnerschaft mit Kirchengemeinde Neuweiler

Blick ins Publikum beim Mariaberger Tag 2017

Der 41. Mariaberger Tag fand in Neuweiler mit einigen Neuerungen statt

„Nicht über Inklusion reden – machen!“, bekräftigte Bürgermeister Wolfgang Lahl zur Begrüßung beim Mariaberger Tag in Neuweiler am Sonntag, den 31. Oktober 2017. Menschen mit und ohne Behinderungen feierten bereits zum 41. Mal die Partnerschaft mit der diakonischen Einrichtung auf der Alb. Dabei war die Halle voll wie selten zuvor und erst einige zusätzlich herbeigeschaffte Stühle und Tische stellten sicher, dass auch wirklich alle einen Sitzplatz fanden. Bei der Vorbereitung war das Team vom Aktionsplan „Inklusion leben“ begleitet und beraten worden.

Blick in die Halle beim Mariaberger Tag 2017
Blick in die Halle beim Mariaberger Tag 2017

„Es ist jedes Jahr ein Festtag“, erklärte der Weiler Schultes in seinem Grußwort. Aus dem morgendlichen gemeinsamen Gottesdienst nahm er das Bild eines Herzens, zu sehen auch auf von Mariaberger Heimbewohnern gestalteten Tassen, auf. „Diese Herzensangelegenheit ist wahrlich zu spüren, sie sind alle herzensgute Menschen“, so des Schultes Botschaft an die Neuweilemer und ihre 26 Gäste samt Pfarrer Hans Heppenheimer. „Man spürt, das ist kein Pflichttermin“, nahm Gastgeber-Pfarrer Götz Krusemarck den Ball gerne auf. Und wenn die Verbindung mit Mariaberg auch eine so lange Tradition hat, so gab’s diesmal doch einige Neuerungen. Die sichtbaren: Eine geänderte Sitzordnung, um in der Gemeinschaft noch besser ins Gespräch kommen zu können. Außerdem ein Kuchenbuffett, um sich bei Bedarf selbst mit Nachschub am leckeren Naschwerk versorgen zu können.

Dazu kam reichlich Arbeit hinter den Kulissen. Auf Anregung und begleitet vom Diakonischen Werk Württemberg trafen Rolf und Ursula Montiegel und ihr Vorbereitungsteam aus Neuweiler bereits im Vorfeld mit den Mariaberger Organisatoren und den in Mariaberg lebenden Menschen zusammen, um die gegenseitigen Bedürfnisse noch besser ausloten zu können. So wurden im Anschluss erstmals ‚Steckbriefe’ von Gästen und Gastgebern ausgetauscht, bei denen die behinderten Menschen auch diesmal zu Mittag aßen. Vor allem sollten auf beiden Seiten Jüngere mit ins Boot genommen werden, um die Verbindung auch weiter am Leben zu halten. „Wir hoffen auf frischen Wind“, sagte Ursula Montiegel.

Herz Tasse als Motto beim Mariaberger Tag 2017
Herz Tasse als Motto beim Mariaberger Tag 2017

Teilweise ist das Vorhaben mit fünf neuen Gästen und vier neuen Gastfamilien auch bereits gelungen. Ob die Begegnung in Zukunft „vielleicht auch mal in ganz anderer Form“ stattfindet, ist dagegen noch offen. Dieses Mal zumindest sorgten die „Jungen Posaunen Schönaich“ samt ‚Dirigenten’ aus dem Kreis der Gäste in bewährter Weise für Stimmung im Saal. Dazu kam eine atemberaubende Mischung aus Jonglage und Artistik mit dem „Fliegenden Trio“ auf seinen Einrädern. Viel zu schnell verging der Nachmittag, der wie immer mit einem gemeinsamen Abschlusstanz aller Beteiligten endete.

Text und Bilder: Holger Schmidt

« Vorheriger Beitrag -
Nächster Beitrag - »