Bunte Steine überwinden Corona-Grenzen

Hoffnungssteine_Herz

Schülerinnen und Schüler der evangelischen Religionsgruppen der Klassen 5 und 6 der Realschule Neuffen haben den Seniorinnen und Senioren der Behindertenförderung Linsenhofen jetzt eine besondere Freude gemacht: Weil sie von den Besuchsbeschränkungen gehört hatten, haben sie mit viel Elan und Spaß Steine bemalt und beschriftet – und diese dann den alten Menschen vorbeigebracht. Die Aktion entstand aus der guten Zusammenarbeit zwischen evangelischem Kirchenbezirk und der Behindertenförderung, die auch über den Fonds Inklusion leben gefördert wird (Weitere Informationen zum Projekt und zur Förderung)

Hoffnungssteine_Nicos Hoffnungsstein entsteht
Hoffnungssteine_Nicos Hoffnungsstein entsteht

Der Hintergrund der bunten Aktion: ein Psalmvers aus der Bibel, ein einfaches „Alles wird gut“ oder ein starkes Wort zieren die fröhlich bunt bemalten Steine, vertreiben die Sorgen und machen Mut. Auch Briefe und Kärtchen haben die Kinder geschrieben, in denen sie von ihrem Alltag in „Coronazeiten“ ohne Schule und Freunde erzählen und was ihnen hilft, in dieser Zeit bei Laune zu bleiben.

Hoffnungssteine_Empfangskomitee1
Hoffnungssteine_Empfangskomitee

Monika Petsch, verantwortliche Diakonin in der Bezirksseniorenarbeit und Religionslehrerin an der Realschule Neuffen, durfte die gesammelten Steine und Briefe  vergangene Woche überbringen. Vier Senioren und die Betreuerin der Seniorengruppe, Andrea Steimer, begrüßten sie im lauschigen Garten des Wohnheims. Alle waren vorbildlich mit Masken ausgestattet und hielten Abstand. Die Steine wurden einzeln bestaunt und die Briefe mit viel Freude alle später in den Gruppen gelesen. Jeder konnte sich einen Lieblingsstein aussuchen, die anderen Steine fanden schöne Plätze rund ums Haus.

Hoffnungssteine_Renate-und-Monika-mit-ihrem-Lieblingsstein
Hoffnungssteine_Renate-und-Monika-mit-ihrem-Lieblingsstein

Die Bewohnerinnen und Bewohner bedankten sich ihrerseits mit selbst gemalten Bildern und Briefen, in denen sie einen Einblick geben in ihre Sorgen und Wünsche, sei es die Trennung von der Familie oder die Vorfreude auf den nächsten Seniorenkreis. Die Kinder werden diese Bilder, die Briefe und die Fotos der Begegnung erst einmal nur digital anschauen können – noch dürfen die unteren Klassen aufgrund der Schutzmaßnahmen nicht in die Schule. Und wenn die Schule dann wieder geöffnet ist, erwartet sie noch eine süße Überraschung von der Behindertenförderung – mehr wird nicht verraten. Monika Petsch

Hoffnungssteine_Brief Senioren
Hoffnungssteine_Brief Senioren

Nachtrag: Inzwischen hat die Aktion noch weitere Kreise gezogen, wie Monika Petsch berichtet. „Vorgestern war – auf eigene Initiative, die Idee kam ihr durch die Steineaktion – die Mutter einer Schülerin aus der 6. Klasse mit ihrer Tochter in der Behindertenförderung und beide haben dort ein Konzert gegeben – mit vielen Schlagern zum Mitklatschen und Tanzen“. Sie mache Musik zwar professionell, der Besuch im Wohnheim sei aber ein Geschenk von ihr an alle gewesen.  „Alle Wohnheimbewohner waren zum Zuhören in den Garten gekommen und es war eine Superstimmung.“

Spontankonzert mit Isabell Plaue
Spontankonzert mit Isabell Plaue und Tochter Emma

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