Bischof und Diakoniechef würdigen Inklusionsprojekt auf der Alb

Projektbesuch bei Evangelischer Kirchengemeinde Münsingen - Landesbischof und OKR Kaufmann gestalten Geschenke für Weihnachtsgottesdienst

Das Inklusionsprojekt „Vielfalt entdecken“ der Evangelischen Kirchengemeinde Münsingen (Kreis Reutlingen) hat am Donnerstag einen landeskirchlichen Scheck über 60.000 Euro erhalten. Bei dem Projekt engagieren sich Menschen mit Behinderungen in der Kirchengemeinde, etwa in Gottesdiensten, bei Festen, Hausmeistertätigkeiten oder beim Austragen des Gemeindebriefs. Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg, sagte bei der Scheckübergabe, in der Münsinger Gemeinde werde „biblische Botschaft erlebbar“.

Landesbischof Frank Otfried July sagte, er unterstütze „aus innerstem Antrieb“ den Aktionsplan „Inklusion leben“ von Landeskirche und Diakonie, aus dem die Fördergelder stammen. July würdigte zudem die Zusammenarbeit mit der Münsinger Zivilgesellschaft – der Ort auf der Schwäbischen Alb habe sich zur „Inklusionsstadt“ erklärt. Diakonie-Chef Kaufmann sieht in dem Münsinger Projekt einen neuen Aufbruch, durch den sich die Kirche auch missionarisch entwickle.

Gruppenbild Scheckübergabe Evangellische Kirchengemeinde Münsingen
Scheckübergabe Evangellische Kirchengemeinde Münsingen Gruppenbild

Der landeskirchliche Aktionsplan „Inklusion leben“ startete 2016 und läuft bis Ende 2020. Bislang sind nach Angaben der Diakonie fast 150 Projekte gefördert worden, insgesamt stehen 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Unterstützt werden unter anderem Barrierefreiheit, Kultur, Beschäftigung, Bildung, Mittagstische und Kita-Ausstattungen. Im Fokus der Inklusion stehen Behinderte, Flüchtlinge, Migranten, ältere und kranke Menschen, Familien sowie Arbeitslose.

Scheckübergabe Evangellische Kirchengemeinde Münsingen (von links:: Landesbischof July, Oberkirchenrat Kaufmann, Projektmanagerin Randecker)
Scheckübergabe Evangellische Kirchengemeinde Münsingen (von links:: Landesbischof July, Oberkirchenrat Kaufmann, Projektmanagerin Randecker)

Das Münsinger Projekt wurde initiiert von der Evangelischen Kirchengemeinde und der Samariterstiftung. Der Leiter des Samariterstifts Grafeneck, der Landessynodale Markus Mörike, lobte den Einsatz der Kirche auf diesem Gebiet. Inklusion sei keine Zusatzaufgabe, sondern gehöre zum Wesen der Kirche, unterstrich er.

Text: epd-Service. Bilder: Anna-Lena Gieche, DWW

Landesbischof und Diakoniechef beim gemeinsamen Gestalten von Geschenken für den Weihnachtsgottesdienst:

 

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